Gleichbehandlung

Gleichbehandlung ist die Basis

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz stellt eine Benachteiligung der Betroffenen dar. So regelt es das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG).

 

Dieses Gesetz bildet für die Arbeit der Themis Vertrauensstelle eine wichtige Grundlage. Das AGG verbietet seit 2006 sexuelle Belästigung, Benachteiligung oder Gewalt am Arbeitsplatz. Es ist für alle Arbeitgeber*innen in Deutschland verbindlich. Dieses Gesetz definiert sexuelle Belästigung wie folgt:

 

„[…] ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten, wozu auch unerwünschte sexuelle Handlungen und Aufforderungen zu diesen, sexuell bestimmte körperliche Berührungen, Bemerkungen sexuellen Inhalts sowie unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von pornografischen Darstellungen gehören, bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird, insbesondere wenn ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird.“ (§ 3 Abs. 4 AGG)

 

Rechte von Beschäftigten, die von sexueller Belästigung betroffen sind

Bei sexueller Belästigung oder Gewalt hat die betroffene Person

  • das Recht auf Beschwerde (§ 13 AGG),
  • das Recht die Leistung zu verweigern (§ 14 AGG),
  • einen Anspruch auf Entschädigung und Schadensersatz (§ 15 AGG).

 

Themis klärt auf, arbeitet auf und forscht

Die Beratung von Betroffenen steht bei Themis immer an erster Stelle. Das ist jedoch noch nicht genug, um eine grundlegende Veränderung in der Medien- und Kulturbranche zu bewirken. Deshalb unternimmt Themis gezielte Öffentlichkeitsarbeit, um über die Hintergründe von sexueller Belästigung aufzuklären.

 

Themis möchte einen Kulturwandel in den Betrieben der Medien- und Kulturbranche anstoßen. Von der Vertrauensstelle soll eine Signalwirkung auf die gesamte Branche ausgehen: Alle müssen unerwünschtes benachteiligendes Verhalten ernst nehmen. Alle können durch die Sensibilisierung für das Thema das Arbeitsklima respektvoller und wertschätzender gestalten.

 

Themis wird eigene Studien in Auftrag geben, um sexuelle Belästigung und Gewalt in der Medien- und Kulturbranche weiter zu erforschen.